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„Tagebuch eines Schriftstellers“ oder Ideologie eines Narren – Fjodor M. Dostojewski

Bei aller Anerkennung des literarischen Meisters und der schriftstellerischen Großartigkeit eines Dostojewskis: politisch, philosophisch, theoretisch und soziologisch war Dostojewski ein Narr. Dem Titel nach erwartet der unvoreingenommene Leser naturgemäß, dass er in dem Tagebuch eines…
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Kerzenlicht

…Ich komme zu dir! Ich weiß, du willst, dass ich warte. Und ja, ich weiß, du bist ein viel beschäftigter Mann, aber ich habe genug von diesem Ort. Genug von diesem tristen Rattenloch. Harry, ich…
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Drei Fragen zur Feststellung der Wahrheit

Man kann viel schreiben, man kann auch viel reden. Heute wird viel geschrieben und heute wird viel geredet. Die Frage ist aber, was ist daran wahr, das heißt, konkret. Den Rest kann man beiseiteschieben. Er…
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Wieso Mord? – Gedanken zu den Taten des Rodion Raskolnikows

Der Mensch mordet aus Verlangen. Aus Verlangen nach Gerechtigkeit, aber häufiger aus Verlangen nach Geld, nach Macht, nach Besitz eines materiellen oder auch substanzlosen Gutes, welches ihm verwehrt wird. Kann eines dieser substanzlosen Güter das…
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An einem Herbsttag

Das Laubwerk fällt herunter, es regnet Blätter gelb und braun und rot, denn – es ist Herbst. Die Straßen werden bunter, Menschen halten an und schauen und staunen sodann – über den läuternden Herbst. Und…
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Literaturkritik: „Väter und Söhne“ oder Die Geburt des russischen Nihilismus

Das vorliegende Buch von weltliterarischem Rang spielt im Jahre 1859, zwei Jahre vor der Bauernbefreiung in Russland. Die Bauernbefreiung verordnete Alexander II. Nebenbei, aber doch elementar: Alexander II. ist 1881 durch ein Attentat der Untergrundorganisation…
