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Die Orientierungslosigkeit des Huan Xing

Huan Xing sieht Weiten bis zu zehn Meter und hat doch gute Augen schläfrig sind sie, doch könnten taugen und sehen eigentlich nichts – Gezeter Huan Xing hörte noch nie Trompeter und hat doch schlechte…
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Individualismus

Der Mensch ist Mensch und der Mensch muss fressen und der Mensch hat Durst und der Mensch überdeckt sein Fleisch mit Textilien und der Mensch braucht ein Dach über den Kopf und darum braucht der…
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Triermoder

Die dunklen, feuchten Wälder in Trier, die Wälle der Mosel, beschatten meine Brust und wecken tief in meiner Seele eine schier unversiegliche Urerinnerung an unersättliche Lebenslust, die fressen will die Rinde, die aus der Erde…
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Der unbekannte Bergsteiger

Ich ziehe noch schnell die Halter meines Rucksacks so straff es geht und nehme einen tiefen Schluck aus der mit Gebirgsbachwasser gefüllten Trinkflasche, dann stecke ich meinen Fuß in die erste Felseinbuchtung. Ein paar Krümel…
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Mein Leichnam

Bin eingebettet im kalten Moor, Tot, aufgedunsen, stinke, aber denke noch, wie ich einst im Grünen lag und dem Lenze schwor, zu leben, ihn zu küssen, gleichsam an seiner Blüte roch. Nimmer, nimmer wird das…
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Literaturkritik: „Tagebuch eines Schriftstellers“ oder Ideologie eines Narren

Bei aller Anerkennung des literarischen Meisters und der schriftstellerischen Großartigkeit eines Dostojewskis: politisch, philosophisch, theoretisch und soziologisch war Dostojewski ein Narr. Dem Titel nach erwartet der unvoreingenommene Leser naturgemäß, dass er in dem Tagebuch eines…
