Das Lied vom Untergang der Welt

Es trommelt und knallt in jedem Land,
Die Herrscher sind außer Rand und Band,
Sie dürsten nach Macht, Profit und Blut
Die Kriegsindustrie macht Bomben, niemand ruht.

Die Trommeln donnern und rufen das Heer.
„Beisammen ihr Stummen, hier steht’s Militär.“
Es trommelt auf der Welt bei Tag und Nacht.
„Aufgepasst, morgen ist die nächste Schlacht.“

Ist es schon so weit?
Ist es schon bald vorbei?
Siegt letztlich die Barbarei?
Hört ihr das Kriegsgeschrei? 

Die Trommler brüllen und schlagen alles kurz und klein.
Die Schwachen werden geschlachtet wie das Schwein.
Die Starken, sie lechzen nach Aufstieg und Ruhm
Und die Völker haben Angst und können nichts tun.

Ihr Schicksal ist Not und Arbeit ohne End‘
Sie sollen nicht denken, auch wenn’s brennt.
Und wenn sie mal denken und nachfragen,
dann kommen die Herrscher, um sie zu zerschlagen.

Ist es schon so weit?
Ist es schon bald vorbei?
Siegt letztlich die Barbarei?
Hört ihr nicht das Kriegsgeschrei? 

Die Trommeln schlagen auf Frau, Kind und Mann.
Die Herrscher und Reichen verdienen daran.
Den Reichen und Herrschern gehört die Welt,
solang die Völker nicht aufstehen gegen’s Geld.

Der Untergang der Welt steht vor der Tür
Dahin hat uns gebracht die Profitwillkür.
Die Bomben zerfetzen Leib und Geist
Während der Reiche das Blut der Völker verspeist.

Bald ist es schon so weit.
Bald ist es vielleicht vorbei.
Wenn wir nichts tun, siegt die Barbarei
Und dann vernichten sie jede Träumerei.


Von Mesut Bayraktar, 6.Juni’18 ein Lied aus dem Theaterstück DIE BELAGERTEN /
Illustration Alexander Stratmann

3. weltungergang_ALEX

 

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