Das Spiel des Lebens

Es ist schon spät,
Alle schlafen, die Zeit vergeht
Und auch du musst schlafen, geh!

Morgen um sieben beginnt das Spiel,
Aufstehen mit der Sonne, das ist der Deal,
Mit kalter Dusche und starkem Tee.

Diese Spielregeln, wenn Du sie brichst,
Wirst Du gebrochen, wer widerspricht
Wird es bereuen, verlorener Schlaf tut weh.

Aber jetzt klopfen Bäume mit ihren Ästen an den Fensterscheiben,
Du könntest schlafen, die Nacht wäre umgebracht.
Bäume, wie deine Fragen, kratzen an den dunklen Fensterscheiben,
Noch ist es nicht zu spät zum Schlafen, diese Nacht.

Weder Anrufe, noch Schritte, noch schließende Türen,
Bloß zwei tickende Uhren, die der Zeit gebühren,
Hier träumen und schlafen längst Alle.

Zudem Tropfen für Tropfen aus dem Wasserhahn,
Aus Tropfen Zeit werden Tage, wird täglicher Wahn,
Darin bist du als einzelner Baumstumpf in deiner Falle.

Du bist Baumstumpf im Wald und siehst nur Bäume,
Um Fragen zu lösen, reichen nicht bloß Träume,
Doch es ist schon spät und du Einzelner wirst bald wieder zu Alle.

Aber jetzt klopfen Bäume mit ihren Ästen an den Fensterscheiben,
Du könntest schlafen, die Nacht wäre umgebracht.
Bäume, wie deine Fragen, kratzen an den dunklen Fensterscheiben,
Noch ist es nicht zu spät zum Schlafen, diese Nacht.

Wie lang muss man schlafen, um wirklich wach zu sein?
Wie lang muss man wach sein, um wirklich aufzuwachen?
Wie lang muss das Ticken tropfen, bis es zur Welle wird?
Alle sind wach, doch träumen stets allein.
Elisa Photo Baum mit geteilten Baumstumpf_2

 

 Von Andrej Bill, Photographie von Elisa Karberg, 8.April ’18

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