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Literaturkritik: „Schellenmann“ oder Die Frage, ob man so leben kann

In „Schellenmann“ lässt Philipp Böhm das Bedürfnis seines Protagonisten, nicht allein zu sein, auf einen Ort treffen, der fast grotesk trostlos ist. Ein sprachgewandtes Debüt, das mit sorgfältig gezeichneten Charakteren überzeugt, inhaltlich die trostlosen Verhältnisse…
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„Natürlich kann man hier nicht leben“ oder So wie es ist, kann es nicht bleiben

Özge Inan erzählt in ihrem Debütroman „Natürlich kann man hier nicht leben“, der 2023 im Piper-Verlag erschienen ist, eine politische Geschichte, die von der Flucht junger türkischer Intellektueller, Gewerkschafter, Journalisten und Kommunisten nach Deutschland erzählt.…
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Literaturkritik: „Winterrezepte aus dem Kollektiv“ oder Kraftquelle gegen die Entfremdung

2021 wurde Louise Glück der Literaturnobelpreis für ihr literarisches Schaffen verliehen. Die US-amerikanische Autorin hat ihr Leben der Lyrik gewidmet, der Kern ihres Werks besteht aus Gedichten. So hat sie seit den 70er-Jahren dreizehn Gedichtbände…
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Literaturkritik: „In Arbeit“ oder Ausrangiert

In Linda Herrmanns Debüt wird der Pflegearbeit und ihren Verhältnissen die eigene Melodie vorgespielt. Eine junge Frau drückt auf die Klingel. Kurze Zeit später betritt sie die Wohnung eines fremden Mannes. Sie ist nicht zum…
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Hunger ist ein schlechter Koch: Bertolt Brecht zum ersten Mai

Zuerst blamiert er die Ideen der Herrschenden durch die Konfrontation mit ihren Interessen. Dann ging Bertolt Brecht einen entscheidenden Schritt weiter. Selten sieht man den marxistischen Dichter so gelassen und erfüllt. Bertolt Brecht steigt in…
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Literaturkritik: „Die Jahre“ oder etwas aus der Zukunft retten

Im Jahr 2008 erschien „Die Jahre“ und wurde 2017 ins Deutsche übersetzt. Die Trägerin des Literaturnobelpreises Annie Ernaux schildert in dieser „unpersönlichen“ Biografie die Jahre von ihrer Geburt 1940 bis zur Jahrhundertwende in einer neuartigen,…
