Das Lied vom Fluss

Zieh die Schuhe aus
Sie drücken sicher sehr
Der Tag ist lang und die Nacht
Kennt keine Ruh
Halte deine Füße ins Wasser
Spüre das Flussbett an den Zehen
Die Steine auf dem Flussbett
.                                                wandern
Sie bleiben nicht stehen

Komm an den Fluss
Trink einen Schluck
Erfrische dich
Fließendem Wasser
Kann man trauen

Der Fluss zeigt dir die Richtung
Er kennt das Ziel, den Ort, wo
Eine Hand sich reicht die Hände und
Viele Tropfen bilden ein Meer
Weite deine Lungen tief und weit
Während das Wasser deine Knöchel umreißt
Das Wasser findet immer einen Weg
Was auch immer dem Wasser im Wege steht

Komm an den Fluss
Trink einen Schluck
Belebe dich
Fließendem Wasser
Kann man trauen

Am Fluss verschwimmen die Zeiten
Und treffen sich im Strom
In der Spannung zwischen Quelle
Und Meer
Schau wie das Licht auf dem Wasser läuft
Gelb und golden tanzt und
Sich in den Wellen ersäuft
Die Wellen sind noch klein, aber
Man sieht sie schon
Bald im Ozean
Brechen sie Felsen entzwei

Komm an den Fluss
Trink einen Schluck
Verdurste nicht
Fließendem Wasser
Kann man trauen

Der Fluss wird dir ein Lehrer sein
Seine Lehre wäscht vom ganzen alten Dreck
Dich rein. Hier bleibt der Lüge keine Zeit
Hier kannst du die Wahrheit fließen sehen
Hier bleibt nichts, wie es ist
Weil nichts ist, wie es bleibt

Komm an den Fluss
Trink einen Schluck
Ertränke wer du warst
Und werde Neu
Fließendem Wasser
Kann man trauen

Text und Foto von Kamil Tybel, 24. Feb’19

Fluss.jpg


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