Gesellschaften produzieren Kriege, nicht Terroristen.

Die Verführer der Völker sind unersättlich. Überall ist Krieg. Krieg der Amerikaner, Krieg der Franzosen, Krieg der Deutschen, Krieg der Briten, Krieg der Türken, Krieg der Russen, Krieg, Krieg, Krieg; Krieg aller für den Krieg!

Sie können es nennen, wie sie wollen, lavieren, wie sie wollen, beschwichtigen, wie sie wollen, heucheln, wie sie wollen – wie man z.B. in der heutigen Bundestagsdebatte verfolgen konnte.
Tatsache ist: Der Gebrauchswert industrieller Vernichtungsinstrumente ist Mord, der Gebrauchswert einer Vernichtungsindustrie ist Krieg!
Und diese Vernichtungsindustrie, die Krieg produziert, um Profit zu generieren, kommt nicht von irgendwoher, sie fußt mitten im gesellschaftlichen Verkehr u.a. der Bundesrepublik Deutschland, das heißt in den Beziehungen der Individuen untereinander. Man mag selbst darüber nachdenken, in welch moralischer Zerrüttung und mentaler Deformierung die Individuen, die notwendig in den gesellschaftlichen Verhältnisse verkehren, sich befinden. Ich möchte indes nur ein paar Wörter zur Vernichtungsindustrie loswerden, zu der mehr als eine Empörung gegen die Aufrüstung etc. gehört, da sie ein Kausalkomplex ist, an der massenweise Mitglieder einer Gesellschaft (von Köchen bis Drohnenpiloten), ja die ganze Gesellschaft beteiligt sind:

Was zeichnet diese Beziehung der Individuen in der bestehenden Ordnung aus? Die Konkurrenz; in der Geld Organisationscharakter hat, da jeder um Geld konkurriert. Der Verkehr unter Individuen ist in letzter Instanz die – verdeckte oder offenbare – Konkurrenz unter Individuen. Der sog. (Arbeits-, Handels-, usw.) Markt ist die Arena der Konkurrenz. Bellum omnium contra omnes – der Wahlspruch der heutigen Gesellschaftszustände.
Das Konkurrenzgesetz unter den Individuen schlägt sich auf internationaler Ebene durch in das Kriegsgesetz unter den Völkern. Hier konkurrieren die Völker, die Vernichtungsindustrien miteinander.
Denn Konkurrenz und Krieg verbindet das gemeinsame Merkmal, dass sie feindselige Verhältnisse sind, in denen zwei widerstreitende Interessen aufeinander prallen. Und wie die Konkurrenz selbst, kann auch der Krieg verdeckt oder offenbar, heuchlerisch oder aufrichtig, diplomatisch oder ehrlich, normgemäß oder normwidrig, schließlich kalt oder heiß sein. Das weiß jeder. Denn jeder hat Erfahrungen im Umgang mit Individuen. Individuelle Erfahrung über Individuen sind allesamt eben Erfahrungen aus dem gesellschaftlichen Verkehr, in denen man verkehrt.

Solange die Bedingungen für das Bestehen der Feindseligkeit in unserer Gesellschaft nicht beseitigt sind, d.h. fortwährend in unterschiedlicher Erscheinung produziert wird, solange wird Feindseligkeit unter den Völkern bestehen.
Um auf die hiesige Politik zu kommen: Jedenfalls ist der beschlossene Kriegseinsatz der Bundesregierung in der gegenwärtigen Situation der Weltlage nicht anders zu bezeichnen, als der grob fahrlässige Beitrag, die weltweiten Verteilungskriege, die sich schon lange aus Menschenhand losgesagt verselbstständigt und unbeherrschbar gemacht haben, zu einem Weltkrieg zu dynamisieren. Wer nun fragt, warum ich von „Völkern“ spreche, da der Kriegsbeschluss, ja gegen den dschihadistischen Terrorismus der „IS“ sei, der/dem schlage ich vor, eine Liste mit sämtliche Kriegsparteien in Syrien/Irak anzufertigen und die jeweiligen Interessen der Parteien zu artikulieren, und dann nochmal über die Umgebung nachzudenken, in der man lebt.

P.S. Schmarotzer und Spekulanten feiern derzeit auf dem Börsenparkett der Aktienmärkte die wildesten und widerlichsten Profitpartys!

Von Mesut Bayraktar

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