Soll das alles sein?

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Zum ersten Mal erscheint unser Taschenbuch mit einem Titel. „Soll das alles sein?“ verzeichnet den Punkt, an dem die Sehnsucht unversöhnt auf die Wirklichkeit trifft. An diesem Punkt wird das Unfertige des Wirklichen offenbar. Die Literatur taugt nicht dazu, Antworten zu liefern. Man wird sie auch in diesem Buch nicht finden. Ihre Stärke liegt stattdessen in der Sprache, in der Sinnlichkeit, im Vergnügen und in der Lust zur Konfrontation. Was der Alltag nicht hergibt, das rückt sie bereitwillig heraus. Ob es sich nun um eine Mutter handelt, die tut, was sie kann, um zwei Geschwister, die sich wegen dem Erbe ihres Vaters streiten, ob um das Erklimmen eines Berges, um die Begegnung mit dem eigenen Spiegelbild oder eine Episode aus dem Leben eines Arbeiters in der Fleischindustrie – in der Literatur entledigt sich die Welt ihrer Missverständnisse. Wo sie das Bestehende aufführt, da erheischt sie das Mögliche.

Pressestimmen zu „Soll das alles sein?:

„Mit dem Titel ‚Soll das alles sein?‘ stellt das Autorenkollektiv den Status quo in Frage. Die Erzählungen, Gedichte und Essays verbindet der Wunsch nach einer unverhüllten Darstellung der (schlechten) Realität in der Literatur. Besonders erfreulich ist, dass dabei auch Alternativen aufscheinen.“ – Beifall der Redaktion von Melodie & Rhytmus – Magazin für Gegenkultur in der Ausgabe vom 1. Quartal 2021

„Peter Hacks‘ Ruf nach ’nicht-engagierter Literatur engagierter Literaten‘ kommt nous nach, in der Betriebsratssitzung, im überfüllten Club, dessen leere Hinterzimmer, im besetzten Haus, aber auch in den zahlreichen Gedichten, die die jeweiligen Rubriken einleiten und beenden. Da ist zum Beispiel ‚Unser Weg‘ von Mesut Bayraktar, in dem nochmal die einleitenden Bemerkungen Kamil Tybels aufgegriffen werden: ‚In der Ferne ist ein Weg / Er ist unser Weg / Ob wir ihn gehen oder nicht / Er ist unser Weg.‘ Alternativen existieren nicht trotz, sondern des Weges wegen.“Max Meuerer in Unsere Zeit (UZ) vom 16. April 2021

„Gewidmet wird er (ohne es explizit auszuschreiben) den Ausgebeuteten, Ungesehenen, den Lohnarbeiter:innen. Darin liegt die Stärke des Buches und seine Kraft. Die Empörung über nie enden wollende Ungerechtigkeiten wie in “Das letzte Treffen” von Andrej Bill. Und die zärtlichen Beobachtungen und Beschreibungen eines sich krumm schuftenden Lebens in “Die Mutter” von Mesut Bayraktar schaffen Sätze wie diesen: “Die Hausarbeit klebte an ihrer Existenz wie die Haut an ihrem Fleisch.” In “Die Eingeweihten” von Lukas Schepers versuchen Schichtarbeiter Tag für Tag in einer Fabrik zu überleben, wo man sich mehr mit Worten als mit Gesten verständigt und stundenlang die gleiche Bewegung ausführt, damit am Ende ein zerlegtes Schwein für einen Lohnzettel sorgt.“Nina Süßmilch in Sounds & Books – Magazin für Musik und Literatur vom 28. April 2021

„Die Ausgabe führt geschickt Motive ein, die sie dann später wieder aufgreift. So leitet zum Beispiel eine Geschichte über die unzähmbaren, alles mit sich reißenden Ströme des Meeres das erste Kapitel ein, eine Metapher für den Kontrollverlust durch den Strom des System, in dem sich Charaktere anderer Texte im Verlauf der Ausgabe wiederfinden. Auch die Kapitalüberschriften, die den Leser vorerst im Dunkeln tappen lassen, erüfflen diese Funktion und fügen die Texte im Nachhinein ein.“Paul Gallenkemper in Yeni Hayat / Neues Leben (YH/NL) vom 3. Mai 2021

„»Soll das alles sein?« fragt die Literaturzeitschrift nous – konfrontative #Literatur im Titel ihrer jüngsten Ausgabe – der ersten mit einer Überschrift. Der Satz hätte auch ein Ausrufezeichen verdient: Spätestens jetzt ist die Zeitschrift keine Zeitschrift mehr, sie war ohnehin mehr als das. Kein Hinweis auf eine Nr. 11 Was aussieht wie ein Buch, ist nun auch eines. ‚»Soll das alles sein?« verzeichnet den Punkt, an dem die Sehnsucht unversöhnt auf die Wirklichkeit trifft‘, erklärt Kamil Tybel einleitend. (…) Ob das wirklich »alles sein soll«? Nein, bitte mehr davon.“ – Glenn Jäger in junge Welt (jW) vom 28.08.2021

 

Inhalt:

  • Das Floß der Medusa

    172 Seiten Erzählungen und Gedichte von Svenja Hauerstein, Daniel Polzin, Kamil Tybel, Mesut Bayrakter, Andrej Bill, Lukas Schepers, Kaptan Bayraktar, Matthias Rude und Daniel Noel Fleischmann

————-BRUCH————-

  • Im Strudel
  • Schuld und Elend

————-STÄRKE————-

  • Wärst du hier
  • Die Mutter
  • Bruder Wo Bist Du
  • An einen guten Freund

————-HUNGER————-

  • Das Lose und das Feste
  • Flucht zurück
  • Mimetischer Moment
  • Sich ernähren

————-ZWISCHENSPIEL————-

  • Kleine Dramolett aus der „Coiffologie“

————-ZEMENT————-

  • Bluthandel
  • Die Eingeweihten
  • Herrschaft und Knechtschaft
  • Die Stadt
  • Sophies Welt
  • Frühling

————-STREIT————-

  • Die Unbeugsamen
  • Gegen das Vergessen
  • Westlich der Weichsel
  • Das letzte Treffen
  • Schraubschluss
  • Unser Weg

————-Nachwort————-

  • Bald wird es keine Sätze mehr geben

 

Link zum Shop: Soll das alles sein?

2 thoughts

  1. Hallo,
    Ich bin zufällig auf eure Zeitschrift aufmerksam geworden & finde eure Idee richtig super👍
    Wie komme ich denn an eure Ausgaben ran, ich würde sie wirklich gerne lesen.
    LG
    Anna

    1. Hallo Anna!
      Im kommenden Monat, Juni, wird die 6. Ausgabe publiziert. Wenn du eine Ausgabe möchtest, schreib uns eine E-Mail mit deiner Postadresse an: nous@freenet.de

      Wir werden uns dann schnellstmöglich bei dir melden, sobald die Ausgabe gedruckt ist. Wenn ältere Ausgaben nicht allesamt vergriffen sein sollten, können wir dir gerne je ein Exemplar mitsenden!
      Im Übrigen, danke für deinen Zuspruch:)

      Adé
      Nous.-Redaktion

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