Aktuelle Ausgabe

Liebe LeserInnen,

vor vier Jahren wurde das Projekt Nous. von nur zwei Personen gegründet und seither hat sich unheimlich viel getan. Jene, die in den dunklen Abzweigungen ihres Gedächtnisses noch die ersten Schritte unserer Arbeit abgelagert nden, werden bestätigen, dass das Projekt zwischenzeitlich eine Richtung eingeschlagen hat, die sich in den folgenden Worten zusammenfassen lässt: Literatur ist unser Hafen in der Welt. Die Redaktion ist auf fünf Personen gewachsen, die jeweils in Köln, Hamburg, Trier und Stuttgart leben und wirken. In dieser nun 8. Printausgabe möchten wir euch jeden Redakteur kurz vorstellen. Gerne könnt ihr jeden Einzelnen auch persönlich anschreiben und sei es auch nur für ein kurzes Wort der Anerkennung oder Kritik. Auch die Gruppe von Illustratoren ist gewachsen. Ihre Werke haben in dieser Ausgabe in noch größerer Vielfalt als in den vorherigen Niederschlag gefunden. Auf sie möchten wir mit besonderem Nachdruck hinweisen. Denn die Illustratoren haben, wie wir nden, glänzende Assoziationshilfen für die literarischen Erzeugnisse geliefert.

Die vorliegende Ausgabe ist vielseitig und hält zugleich am aktivistischen Realismus – wie in dem Vorwort der 7. Ausgabe de niert – fest. Ihr werdet von toten Tauben, von zwei müden Soldaten, von einem einsamen Wanderer, von verachteten Gottlosen und sogar von einem griechischen Gott in einer Kneipe lesen. Diesmal gibt es zahlreiche Gedichte, längere, über die feine Moral unserer Herrschaften und kürzere, über die Würde der Menschen und über das Leben in Großstädten. Infolge unserer Ausschreibung vom Juni 2017 haben wir unerwartet viele, lesenswerte Schriften erhalten. Eine dieser Schriften ist in der Ausgabe gedruckt, die uns mit ihrer originellen Subjektivität in der Auseinandersetzung mit existentieller Angst überzeugt hat. Wir danken allen für die Teilnahme und freuen uns auch in Zukunft über Zuschriften. Daneben gibt es noch weitere kurze Gastbeiträge, die lesenswert sind.

Nun sind wir eine Literaturzeitschrift, aber keine gewöhnliche. Wir schreiben nicht nur, wir betrachten uns als ein engagiertes Schriftstellerkollektiv, das Diskurse eröffnen, Teilnahme ermöglichen, Bewusstseinsräume erschließen und erweitern und schließlich gesellschaftliche Lebensverhältnisse im totalen Sinn humanisieren will. Wir sind keine Schriftsteller der Kunst um der Kunst willen. Ebenso wie das Leben die Kunst mit dem Kunstmachen ausstattet, sehen wir die Legitimation von Kunst darin, diese mit der konsequenten Haltung und bedingungslosen Aussprache für das Leben zu schaffen. In einer lebensverneinenden und – verachtenden Epoche des politischen und kulturellen wie gesellschaftlichen Nihilismus, der Lokal- und Weltkonflikte vertieft, liegt die Aufgabe der Kunst darin, die Wirklichkeit künstlerisch durchdringend zu dokumentieren. Wenn das unsere Literatur nihilistisch oder bedrohlich erscheinen lässt, so liegt es nicht an uns, sondern an der Wirklichkeit, die nihilistisch und bedrohlich ist. Ansonsten müssten wir die Wirklichkeit leugnen, d.h. wissentlich lügen. Wer aber genau liest, wird einen unerschütterlichen Willen zum Leben erkennen. Unser Positivismus ist nicht plumpes Ja-Sagen oder metaphysisches Glauben an das sogenannte Gute. Unser Positivismus ist dialektisch. Jene bescheidene Aufgabenstellung, Tagebuch über die Wirklichkeit zu führen, hat im Übrigen eine große Wirkung: sie räumt den Schutt der Lügen beiseite und legt den Weg zur Wahrheit und Klarsicht frei.

Und mit diesem Schlusswort wünschen wir gute Lektüre!

Gez. Nous. – Redaktion

 


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2 Gedanken zu “Aktuelle Ausgabe

  1. Hallo,
    Ich bin zufällig auf eure Zeitschrift aufmerksam geworden & finde eure Idee richtig super👍
    Wie komme ich denn an eure Ausgaben ran, ich würde sie wirklich gerne lesen.
    LG
    Anna

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Anna!
      Im kommenden Monat, Juni, wird die 6. Ausgabe publiziert. Wenn du eine Ausgabe möchtest, schreib uns eine E-Mail mit deiner Postadresse an: nous@freenet.de

      Wir werden uns dann schnellstmöglich bei dir melden, sobald die Ausgabe gedruckt ist. Wenn ältere Ausgaben nicht allesamt vergriffen sein sollten, können wir dir gerne je ein Exemplar mitsenden!
      Im Übrigen, danke für deinen Zuspruch:)

      Adé
      Nous.-Redaktion

      Gefällt mir

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